Er gibt sich den Jüngern zu erkennen. Er zeigt ihnen, was ihn selbst ausmacht und was er erlebt hat. Die durchbohrten Hände und Füße und auch die Wunde an seiner Seite, die durch einen Lanzenhieb entstand.
Er zeigt sich so, wie er ist. Er verstellt sich nicht, macht kein Geheimnis vor seinen Freunden daraus. Vielmehr noch, er möchte, dass sie verstehen, wer er wirklich ist.
Kann ich mich eigentlich bei meinen Freunden so zeigen, wie ich wirklich bin? Welche Geheimnisse trage ich mit mir und welche kann ich anderen, guten und engen Freunden vielleicht anvertrauen? Wo setze ich lieber die imaginäre Maske auf, um mich nicht „bloßstellen“ oder „öffnen“ zu müssen?
Immer wieder ist die Zugehörigkeit zur Kirche ein Punkt, an dem manche vielleicht in bestimmten Kreisen eher „heimlich glauben“. Ich selbst höre ab und zu Sprüche, wenn ich davon erzähle, für die Kirche zu arbeiten und mich aktiv dort zu engagieren.
Der Erzbischof hat in seinen letzten Predigten und Bekanntmachungen rund um die Missbrauchsstudie immer wieder betont, wie wichtig es ist, nicht wegzuschauen oder gar aus der Kirche auszutreten, sondern mitzuarbeiten, sich einzubringen und Kirche aktiv mitzugestalten, damit sich was verändern kann.
Die große Schützenfamilie ist ein lebendiger Teil der Kirche und gestaltet Kirche in vielen Dingen mit. Da tut es gut, Traditionen zu leben und gemeinsam Wege zu finden, Schützenwesen ins heute zu bringen, sich zu bekennen, dafür einzustehen und den Blick auf unsere Herkunft nicht zu verlieren.
Euer Bildungsreferent
Andreas Junker |