Was für ein Aufruf des Apostels Paulus! Wie kann das gehen oder möchte ich das überhaupt? Ist es nicht viel angenehmer sich der Welt anzugleichen? Papst Franziskus hat beim Weltjugendtag 2016 in Krakau, in der ihm eigenen Art, darüber nachgedacht: „Liebe junge Freunde, wir sind nicht auf die Welt gekommen, um zu vegetieren, um es uns bequem zu machen, um aus dem Leben ein Sofa zu machen, das uns einschläfert; im Gegenteil, wir sind für etwas anderes gekommen, wir sind gekommen, um eine Spur zu hinterlassen.“
Die Spur, die er meint, das ist das verwandeln lassen im Glauben. Wer an Jesus Christus glaubt, kann die Welt verwandeln. Sie zu einem besseren Ort machen. Wer glaubt hinterlässt eine Spur der Liebe, die am Ende in den Himmel führt. Diesen Ort, den Himmel, gilt es sich anzugleichen, von dort her zu Leben und das Leben zu gestalten. Also, aufstehen vom Sofa und Leben, sich verwandeln lassen, um Spuren zu hinterlassen.
Tobias Kiene, Diözesanpräses
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